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Ade Olivenöl: Die gesündeste und günstigste Alternative dafür

Hand gießt Olivenöl in eine Schüssel, daneben Tomaten, Basilikum und Zitrone auf einem Holzbrett in der Küche.

Der andere Abend hab i im Supermarkt a Frau beobachtet, wie’s auf a einsame Flaschn extra natives Olivenöl gschaut hat, als war’s a Designer-Handtaschn. Sie hat’s in da Hand abgwogn, kurz auf’n Preis gschielt, die Stirn verzogn und’s wieder zrückgstellt. Dann hat’s des gmacht, was so vü von uns mittlerweile machen: zu die „Promo“-Pickerl greift, d’Augen schneller als’s Hirn, einfach nur auf da Such nach irgendwas, was ned ihr Budget oder ihre Arterien sprengt.

Wann is Kochöl eigentlich zu am Luxusworden statt zu ana Selbstverständlichkeit?

Auf’m Heimweg is ma die Szene wieder eingfalln. Weil sich grad still und leise was verschiebt in tausenden Küchen … und es fangt genau mit so einem Moment im Supermarktgang an.

Warum Olivenöl in vü Küchen nimma König is

Wennst a bissl kochst, host’s wahrscheinlich auch gspürt: den kurzen Schreck an da Kassa, wennst siehst, was deine Flaschn Olivenöl inzwischen kost. Vor a paar Jahren hat ma ohne Nachdenken an gscheiden Schuss in d’Pfanne ghaut. Heut messen’s manche fast mit da Pipett’n. Der Preis fürs Olivenöl is in vü Ländern explodiert, und für vü Familien is es nimma des, was ma einfach so nebenbei einpackt.

Gleichzeitig wiederholen Gesundheits-Schlagzeilen dauernd des gleiche Mantra: „Olivenöl is am besten, alles andere is schlechter.“ Und so sitzen’s zwischen Geldbörsl und Gewissen fest. Genau in der Spannung schiebt si a ziemlich unterschätztes Öl ganz unauffällig ins Bild.

Nimm die Laura, 39, zwei Kinder, Vollzeitjob, ganz normaler Alltag. Sie hat früher jeden Monat a mittelpreisiges extra natives Olivenöl kauft, ohne groß zu rechnen. Letztes Jahr hat’s gmerkt, dass die Summe am Kassabon steigt, obwohl’s ungefähr des gleiche Gwand an Lebensmitteln gkauft hat. Wie’s dann nachgschaut hat: Ihre übliche Flaschn war fast doppelt so teuer.

Also hat’s zum Rationieren angfangen. A Flaschn hat zwei Monat halten müssen. Sie hat weniger fürs Braten und Rösten gnommen, Frittieren vermieden, und jedes Mal a bissl a schlechtes Gewissen ghabt, wenn’s zu billigeren Saatenölen greift. Dann hat a Ernährungsberaterin im Gesundheitszentrum bei ihr um’s Eck a andere Option erwähnt. Nix Ausgefallenes. Eher was Altes, Einfaches. Und es hat ihr Kochen verändert.

Des „andere“ is kaltgepresstes Rapsöl (in manchen Ländern als Canola bekannt). Jahrelang hat’s an schwachen Ruf ghabt – vor allem wegen Verwechslungen mit früheren, ned essbaren Sorten und wegen schwammiger Internet-Gerüchte. Dabei is modernes Rapsöl arm an gesättigten Fettsäuren, reich an einfach ungesättigten Fetten und bringt was mit, was Olivenöl eher wenig hat: Omega-3.

Aus gesundheitlicher Sicht setzen vü Ernährungsexpert:innen hochwertiges, kaltgepresstes Rapsöl mittlerweile fast auf die gleiche Stufe wie Olivenöl – manchmal sogar drüber, was die Balance fürs Herz-Kreislauf-System betrifft. Und vom Budget her is es meistens deutlich billiger. Genau diese Kombi aus guter Nährstoffqualität und vernünftigem Preis brauchen grad grad so vü Küchen.

Wie du von Olivenöl auf Rapsöl umsteigst, ohne dass es sich nach Verzicht anfühlt

Der erste Schritt is ned: Olivenöl wegschmeißen. Denk an Rapsöl als neuen Teamkollegen, ned als Ersatz, der in einem brutalem Duell gewinnen muss. Fang mit dem einfachsten Tausch an: Nimm Rapsöl fürs tägliche Kochen und heb dir Olivenöl fürs Fertigmachen (Finish) oder für besondere Rezepte auf.

Nimm a kaltgepresste, unraffinierte Flaschn für Salate und fürs Kochen bei niedriger Hitze, und a neutrale, raffinierte für scharfes Anbraten, Frittieren oder Ofenrösten. Riech dahoam zuerst dran. A guats Rapsöl hat a weiches, leicht nussiges Aroma – ned scharf oder chemisch. Start zum Beispiel, indemst in deiner Vinaigrette am Anfang halb/halb mit Olivenöl mischst. Deine Geschmacksknospen passen si schneller an, als’d glaubst.

Der größte Fehler is: Rapsöl einmal falsch verwenden und dann sagen „Mag i ned“. Leut gießen’s roh über a zarte Mozzarella, oder sie nehmen a billige raffinierte Variante im Salat – und natürlich is’s dann enttäuschend. Manche günstige Öle san stark verarbeitet und schmecken fad oder leicht „angröstet“. Des is ka fairer Test.

Geh langsam und gscheit vor. Nimm kaltgepresstes Rapsöl bei Senf-Dressings, Getreidesalaten, Ofengemüse oder Linsen-Gerichten, wo die nussige Note gut dazupasst. Und sei in dem Prozess freundlich zu dir selber. Wir kennen’s alle: der Moment, wo ma sich von den eigenen Küchenregalen fast beurteilt fühlt, als würd die „richtige“ Flaschn entscheiden, wie gesund oder verantwortungsvoll ma is.

Öl wechseln is ka moralische Frage, sondern a praktische. Wie’s a Kardiologe, mit dem i gredt hab, gmeint hat: „Des beste Öl is des, was gleichzeitig g’sund genug und leistbar genug is, dass’d es täglich ohne Stress verwenden kannst.“

  • Rapsöl für’s Grundkochen nehmen
    Alltags-Anbraten, Ofenrösten, Palatschinken und Wok- oder Pfannengerichte funktionieren super mit raffiniertem Rapsöl.
  • Olivenöl für den Gschmack aufheben
    A Löffel extra natives Olivenöl über Suppen, Hummus oder gegrillten Fisch gibt genau den typischen Charakter, wennst ihn wirklich willst.
  • Einfache Mischungen ausprobieren
    A 50/50-Mix aus Oliven- und Rapsöl im Dressing bringt Balance: Preis, Aroma und a sehr gutes Fettsäureprofil.

„Guats“ Öl neu denken in Zeiten knapper Budgets

Wennst a Schritt zrückgehst, sagt die Olivenöl-vs.-Rapsöl-Diskussion viel drüber aus, wie ma zu „gsundem Essen“ steht. Jahrelang hat mediterranes Bildmaterial dominiert: Stein-Terrassen, knorrige Olivenbäume, goldenes Licht auf’m Salat. Des verkauft an Traum, ned nur a Produkt. Rapsfelder san im Vergleich knallgelb und voller Insekten – aber sie haben halt ned die gleiche romantische PR-Mannschaft.

Die Wahrheit is: dem Körper is Marketing wurscht. Ihn interessiert die Mischung der Fette, wie vü du verwendest, und wie oft du dahoam kochst statt ultra-verarbeitete Sachen zu bestellen. A leistbares Öl, mit demst jeden Abend Gemüse rösten kannst, is vü besser als a Luxusöl, das unangetastet hinten im Kastl steht.

Kernpunkt Detail Nutzen für dich
Gesundheitsprofil Kaltgepresstes Rapsöl is reich an einfach ungesättigten Fettsäuren und Omega-3, mit wenig gesättigten Fettsäuren Herzfreundliche Option, vergleichbar mit Olivenöl – oft mit besserer Fettsäure-Balance
Preis & Verfügbarkeit Meist billiger und in Supermärkten gut erhältlich, sowohl raffiniert als auch kaltgepresst Hilft, die Einkaufskosten zu senken, ohne bei der Nährstoffqualität groß nachzugeben
Gscheite Verwendung Raffiniertes Rapsöl fürs Kochen bei hoher Hitze, Olivenöl für Finish und besondere Aromen Geschmack bleibt, Kosten sinken, und Alltagsgewohnheiten werden einfacher besser

FAQ:

  • Is Rapsöl wirklich so g’sund wie Olivenöl?
    Modernes, kaltgepresstes Rapsöl hat a ausgezeichnetes Fettsäureprofil mit vü einfach ungesättigten Fetten und Omega-3. Vü Ernährungsberater:innen sehen’s als sehr solide Alternative – besonders, wenn’s Budget knapp is.
  • Kann i Rapsöl zum Frittieren verwenden?
    Ja. Raffiniertes Rapsöl hat an passenden Rauchpunkt für die meisten Arten vom Frittieren und Pfannenbraten dahoam. Für sehr hohe Temperaturen besser ned kaltgepresst verwenden, sondern bei raffiniert bleiben.
  • Schmeckt Rapsöl stark?
    Kaltgepresstes Rapsöl schmeckt mild und leicht nussig. Raffiniertes Rapsöl is deutlich neutraler. Wennst unsicher bist, misch’s im Dressing am Anfang mit Olivenöl.
  • Is billiges Rapsöl sicher?
    Lebensmittel-Rapsöle (bzw. Canola) im Supermarkt san grundsätzlich sicher, aber die Qualität kann schwanken. Nimm Marken, wo „kaltgepresst“ draufsteht oder wo klar auf „niedriger Erucasäuregehalt“ hingewiesen wird, und achte auf an frischen, sauberen Geruch.
  • Muss i Olivenöl komplett aufgeben?
    Überhaupt ned. Vü verwenden Rapsöl fürs tägliche Kochen und behalten a kleinere Flaschn gutes Olivenöl für Gschmack und besondere Gerichte. Und ehrlich: Ka Mensch macht’s jeden Tag perfekt – aber selbst a teilweiser Umstieg hilft.

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